Nachhaltigkeit in der Chipindustrie

„Nachhaltige Geschäftsmodellgestaltung und Innovationskulturen für die Halbleiterindustrie“ lautet der Titel unseres Beitrags zum diesjährigen „Sustainable Semiconductor Innovations Summit“ am 7. Oktober in München. Aktuelle Forschungsergebnisse zu „Sustainable Business Model Design“ (Stanford University Press, 2026) und „Sustainable Innovation Cultures“ (De Gruyter, 2026) zeigen, dass sich für Halbleiterunternehmen erhebliche Chancen bieten, Herausforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit in Treiber für Innovation, Resilienz und Wettbewerbsvorteile zu verwandeln.

Zu den bewährten Mustern für die Gestaltung nachhaltiger Geschäftsmodelle, die in der Industrie bereits angewendet werden, gehören nachhaltiges Produktdesign, Wiederaufarbeitung sowie Ressourceneffizienz und Produktivität. Vorläufer fortschrittlicher Modelle wie „Pay-for-Success“, „Green Razor and Blade“ oder „Online-Abfallbörsen“ eröffnen Möglichkeiten für neuartige Kreislaufkombinationen. Aufkommende Ansätze, darunter „Ökosystem-Orchestrierung“, „ergebnisorientierte Dienstleistungen“ und „Regeneration“, schaffen neue Wege, um Wachstum vom Ressourcenverbrauch zu entkoppeln und gleichzeitig ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Mehrwert zu generieren.

Innovation nachhaltiger Geschäftsmodelle kann mit einer gezielten Strategie, einem Projekt oder einer Technologie beginnen, mittelfristig wird Innovationskultur für eine erfolgreiche Transformation entscheidend. Nachhaltige Innovationskulturen stützen sich auf bewährte Praktiken und Methoden, um Nachhaltigkeitswerte in alltägliche Entscheidungen und Kooperationsstrukturen zu verankern und so messbare Auswirkungen sowie eine kontinuierliche Anpassung zu ermöglichen. Ausgehend von den Unternehmenserfahrungen aus verschiedenen Branchen beschriebt der Vortrag die Wege zur Förderung nachhaltiger Geschäftsmodelle und Innovationskulturen in der Halbleiterbranche.

Picture of Prof. Dr. Henning Breuer, Speaker at the 2026 Sustainable Semiconductors Conference in Munich